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Kommunikation Kommunizieren Sie noch, oder streiten Sie
schon?
Diese recht provokante Frage, abgeleitet von einem
bekanntem Werbespruch, möchte uns etwas unterjubeln. Eine Unterstellung
quasi, die meint: Wer streitet, der kommuniziert
nicht.
Wir
meinen: MAN KANN NICHT NICHT KOMMUNIZIEREN.
(Zitat: Watzlawick)
Streiten ist
sehr wohl ein Mittel der Kommunikation. Wir alle haben ungewollt und
unbeabsichtigt eine Streitkultur erlernt, die darauf abzielt, unbewusst
dem anderen die Schuld für unsere Verletzungen zuzuschieben. Das kommt
daher, dass wir zu wissen glauben, was richtig und was falsch ist und
somit verfallen wir in Bewertungen. Mit dieser Haltung ernennen wir uns
zum Richter der Situation, der den anderen verurteilt. Und nun können
wir unsere Handlungen und Äußerungen auf eine vermeintliche richtige,
moralische Basis stellen. Ein
fataler Irrtum.
Selbst ein Schweigen
ist ein klares Signal. Es könnte bedeuten: 'Ich
möchte jetzt meine Ruhe, ich brauche erst mal für mich Klarheit' oder
'Es macht keinen Sinn nun weiterzureden, da mich keiner versteht.'
Sogar ein aus dem Raum gehen ist eine deutliche Ansage, ein klares
Mittel der Kommunikation: 'Bevor Schlimmeres passiert, möchte ich erst
mal durchschnaufen.' Diese und ähnliche Signale, sind
Strategien, die wir uns mal angeeignet haben und wollen übersetzt
werden.
Wir haben seit tausenden von Jahren eine
Sprache gelernt, die sich nach aussen richtet, ganz speziell in
Stresssituationen, wie gerade in einem Konflikt. Und in der Steinzeit
war es sicher ganz sinnvoll den Tiger anzubrüllen, um nicht gefressen
zu werden. Doch die Zeiten sind vorbei, aber das Brüllen ist vielen von
uns noch geblieben. Eine Strategie, wie viele andere auch, die es lohnt
geändert zu werden. Nicht nur um ein sozial verträglicheres Wesen zu
werden. Nein, das kommt dann ganz von allein, sozusagen als ein schönes
Nebenprodukt. Es macht uns zufriedener und glücklicher, wenn
wir erkennen, dass es Strategien gibt, die unsere Bedürfnisse weit
besser erfüllen können und die gleichzeitig die Bedürfnisse unserer
Mitmenschen achten und respektieren.
Wir möchten Ihnen Mut
machen!
Ja es gehört anfangs schon Mut
dazu, über sich und seine Gefühle, Emotionen zu reden, besonders in der
Arbeitswelt, zwischen den verschiedenen Hierarchien. Mann / Frau will
ja vor seinem Chef nicht als schwach und verletzlich dastehen. Da ist
es vermeintlich einfacher sich mit Fakten und Argumenten zu
rechtfertigen, zu erklären. Sinnvoller, bereichernder und ehrlicher ist
es, von sich zu sprechen, von seinen Gefühlen, seinen Bedürfnissen.
Denn wenn ich bei mir bleibe, greife ich den anderen nicht an, deshalb
entsteht auch kein Konflikt.
Diese Art der
Gewaltfreien Kommunikation GFK ist keine Technik, sondern eine innere
Einstellung, eine innere Haltung, eine Gabe, die uns allen
innewohnt.
Sei
authentisch!
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